Torten, die ich nie wieder mache – Teil 1

Manchmal sollte man Kinder nicht so genau fragen, was für eine Geburtstagstorte sie sich wünschen. Die Antwort will man nämlich dann oft gar nicht hören. Ich erinnere mich gut an die Torte mit der tanzenden Ballerina für meine Enkeltochter. Und der Simon, mein Neffe, der ist im gleichen Alter, und Buben haben genau solche Ideen. Er hat ja in den letzten Jahren die Bob der Baumeistertorte, den Feuerwehrmann Sam und einen Minion bekommen. Heuer wünschte  er sich eine Torte mit einem Polizeiporsche, der grad zu einem Unfall mit 2 Autos kommt. Jo eh, Autos modellieren ist leider nicht meine Spezialdisziplin. Also haben wir uns auf einen richtig großen Polizeiporsche geeinigt.

Die Vorlage kam postwendend, so soll er aussehen:

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Also hab ich mich wieder auf die Suche nach dem technischen Datenblatt für den Porsche 911 gemacht und schon wie beim T5 und beim Feuerwehrauto einfach die gewünschte Größe mit Excel ausgerechnet.

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Dann die Modellzeichnung in der richtigen Größe ausgedruckt

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und die Bodenplatte auf eine Kappaplatte gezeichnet und ausgeschnitten.

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Devils Chocolate Cake gebacken und darauf gestapelt und geschnitzt.

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und dann mit Ganache eingestrichen und in grau eingedeckt.

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Bis dahin wars ja noch einfach, aber jetzt begannen die Schwierigkeiten. Bis jetzt hab ich immer die Scheiben der Autos leicht silber gemacht, das ging super. Aber wie macht man silberne Fenster an einem silbernen Auto? Wie „lackiert“ man überhaupt ein Auto silber, wenn man kein Airbrush hat? Nach einigem Herumprobieren hab ich dann entschieden, es mit dem Pinsel anzumalen. Nicht die allerbeste Idee, der PME-Spray in Silber wäre die bessere Wahl gewesen, aber da bin ich erst später drauf gekommen. Manchmal hat man einfach ein Brett vorm Kopf. Jedenfalls geht gemaltes Silber auf großen Flächen gar nicht gut.

Das war auch der Zeitpunkt, wo ich aufgehört habe, Fotos zur Dokumentation zu machen. Jetzt weiß ich wenigstens, dass das immer der Zeitpunkt ist, wenn es mich so richtig zu nerven anfängt. Soviel geflucht wie bei dieser Torte hab ich bis jetzt noch nie. Und so wenig zufrieden war ich auch noch nie. Aber ja, ich weiß, ich jammere immer auf hohem Niveau. Mit den roten und blauen Streifen war ich auch nicht zufrieden und mit der Aufschrift schon gar nicht. Aber ich hab mich damit getröstet, dass sich der Simon sicher freuen wird, und dass wie immer ja nur ich weiß, wie es vor meinem geistigen Auge aussehen hätte sollen. Also, hier ist er, der Polizeiporsche mit Blaulicht und Sirene, da kam das Modul vom Feuerwehrauto noch mal zum Einsatz. Zum Video –> KLICK

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Und geschmeckt hat er auch.

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6 Kommentare zu “Torten, die ich nie wieder mache – Teil 1

  1. Hallo! Ich finde, dass die Torte toll geworden ist. Die darf ich gar nicht meinem Sohnemann zeigen, sonst bin ich auch mit sowas dran. Kleine Frage am Rande: wo gibt’s denn bei uns die Kappaplatten, hat der Obi sowas? Lg Ingrid

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    • Ich hab grad auf deinen Blog geschaut, kein Wunder dass dir genau diese Torte so gefällt.
      Aber nein, leider, die mach ich echt nie wieder.
      Aber weißt was? Ich wollt eigentlich auch keine zweite, dritte, vierte Eiskönigintorte machen, und eigentlich auch keine fünf Einhörner 😉
      Nur adoptieren tu ich wirklich nicht, keine Nichten und keine Neffen 😉

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